Berichte
Jugendfahrt 2011 zum Alfsee
Montag, 27.06.2011 | Autor/Fotos Text: Marcel Müller / Fotos: Christian Steffan
Mehr als 70 Jugendliche, vier Tage und ein Wochenende, das jedem in Erinnerung bleiben wird: Nach 2008 ging die Jugendfahrt unter dem Motto "Alfsee - die zweite" erneut in die Jugendherberge Rieste (Osnabrück) zum Alfsee. Ein Erlebnisbericht über eine Mehrtagesfahrt, die den Zusammenhalt nicht nur stärkte, sondern neu definierte.
Nach der ersten Jugendfahrt mit dem Ziel "Alfsee" im Jahre 2008 waren sich die Jugendlichen sicher: "Da müssen wir wieder hin." Aber leichter gesagt als getan: Für das Jahr 2010 war die Jugendherberge komplett ausgebucht - erst 2011 sollten wieder Plätze frei sein. Umso größer die Vorfreude bei den Jugendlichen am Mittag des 23. Juli, dem Tag der Anreise. Beim Warten auf dem Bus direkt der erste Austausch von Erwartungen: "Wasserski fahren wird sicher cool", meint ein Jugendlicher. Andere hatten das bevorstehende Kartfahren zu ihrem Höhepunkt erklärt - doch keiner von ihnen ahnte, wie viel die Jugendfahrt dem Einzelnen wirklich geben würde. Mit dabei: Gäste aus den Bezirken Gelsenkirchen, Herne und Hamm.
Ankunft gegen 16 Uhr am Alfsee - mit einem ersten Dämpfer: Die Sommerhäuser waren bis 2013 voll ausgebucht, nur die Zimmer im Haus standen zur Verfügung. Für die Jugendlichen kein großes Problem. Erstmal Sachen auspacken und ab in die Beachbar am nahegelegenen Campingplatz, das Gelände erkunden oder eine Runde Fußball auf dem Sandfußballplatz der Herberge.
Wasserski und Minigames
Der Freitagmorgen zeigte es eindeutig: Früh aufstehen ist für Jugendliche kein Problem, wenn die Motivation stimmt. Bereits um 9 Uhr ging es los mit Wasserski. Egal ob talentiert, viel oder wenig Runden - hier kam jeder auf seine Kosten. Oder wie ein Jugendlicher es beschrieb: "Einfach geil." Nass wurde es auch bei den Minigames ab 14 Uhr. Geschicklichkeit, Kommunikation und Ausdauer waren bei Spielen wie" Papierflieger werfen", "Eierlaufen" oder "Rollbrett Parcour" gefragt - alles im Freien, trotz strömenden Regens. Tippsicher präsentierten sich die 17 Gruppen beim Abtippen von Johann-Wolfgang von Goethes "Erlkönig" auf der Schreibmaschine - das natürlich im Aufenthaltsraum.
Ein neuer König
Die beiden Siegergruppen schickten am Abend in der Bunten Stunde einen Repräsentanten ins Rennen um die Krone: In Spielen wie "Blamieren oder Kassieren" und "Pustefußball" fochten die Kandidaten um den Titel "Alfsee-König". Roland Pohlmann setzte sich nach spannenden Spielen gegen Jan Spiegeler durch.
Strandbad und Jugendstunde
Was wäre ein Wochenende am Alfsee ohne einen Tag im Strandbad? Der Samstag wurde ausgiebig dafür genutzt. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen fiel ein Bad im Alfsee leider aus; sportliche Aktivitäten wie Volleyball oder Fußball waren trotzdem angesagt. Ernst wurde es erst am Abend: In einer Jugendstunde wurde - vorbereitend auf den Entschlafenengottesdienst - das Thema "Mein Glaube - Du kannst doch soviel mehr!" diskutiert. "Was ist Glaube eigentlich?" und "Was kann mein Glaube alles?" waren dabei zentrale Fragen.
Kart im Regen
Ein letztes Mal Adrenalin pur, den Puls auf 180 bringen und Spannung satt - beim Kartfahren am Abend. Regen und damit eine wenig griffige Fahrbahn begleiteten die fünf Fahrergruppen, sorgten für den ein oder anderen Fahrfehler aber auch für coole Drifts und doppelte Spannung. Die 12 Fahrer mit den besten Rundenzeiten traten im Abschlussrennen um den Titel "Master of Kartfahren am Alfsee" (Roland Pohlmann) an. Den sicherte sich Frank Hense, gefolgt von Marcel Müller und Jan Spiegeler.
Jugendgottesdienst
Jugendgottesdienst am Sonntag mit Priester Günther Grapp, Jugendbeauftragter des Bezirkes Osnabrück. Und er kam nicht alleine: Etwa 20 Jugendliche aus dem Bezirk begleiteten ihn, ebenso wie Priester Frank Klotzbach, stellvertretender Jugendbeauftragter.
Insgesamt eine Jugendfahrt, die vor allem zwei sehr wichtige Entwicklungen enthielt: Aus Gästen wurden Freunde; aus vielen Kleingruppen eine Ganze, eine große Gemeinschaft. Eine Jugendfahrt mit "Wiederholungsbedarf" - so die einhellige Meinung der Jugendlichen. Am Alfsee wird es eben nie langweilig. Für 2014 ist die Herberge bereits gebucht - dann wieder in den Sommerhäusern.
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